brenet ForschungsLunch
Praxisimpulse aus angewandter Forschung für Forschende, Unternehmen, Behörden und Branchenakteur*innen – zur Mittagszeit
Der brenet ForschungsLunch ist das Impulsformat, um innovative Lösungen aus der angewandten Forschung frühzeitig in die Praxis zu bringen. In einstündigen Online-Sessions präsentieren Forschende Methoden und Tools, die bereits anwendungsreif sind oder als Prototypen vor ihrem ersten Praxiseinsatz stehen. Der direkte Austausch eröffnet Anknüpfungspunkte für neue Projekte, Pilotvorhaben und Kooperationen.
Die Teilnahme ist gratis für Studierende und Mitarbeitende der brenet Mitgliedsinstitute. Für Externe entsteht ein Teilnahmebetrag von 30 CHF.
Veranstaltungssprachen: DE, EN, FR, IT. Mit automatischer Untertitel-Übersetzung in mehreren Sprachen (KI-gestützt).
Für 2026 sind drei weitere Veranstaltungen geplant.
brenet ForschungsLunch #4
Solare Energiesysteme im Praxistest:
PV, PVT und Solarthermie
Der brenet ForschungsLunch #4 gibt Einblicke in aktuelle Prüf-, Mess- und Anwendungsmöglichkeiten aus der angewandten Forschung – von normgerechten Tests bis zum Zusammenspiel mit Speicher, Smart Grid und Gebäuden.
9. Juni 2026 | 12h15 - 13h15 | Online
🔷 𝗟𝗮𝗯𝗼𝗿 𝗳ü𝗿 𝗣𝗵𝗼𝘁𝗼𝘃𝗼𝗹𝘁𝗮𝗶𝗸𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝗲 / 𝗦𝗺𝗮𝗿𝘁 𝗚𝗿𝗶𝗱 𝗟𝗮𝗯
Wie flexible Technologien und intelligente Steuerung helfen können, Netzengpässe zu vermeiden und dezentrale Anlagen sinnvoll ins Energiesystem einzubinden.
Berner Fachhochschule BFH | Institut Energie und Mobilitätsforschung (IEM) – Theo Zwahlen
🔷 𝗣𝗩𝗟𝗮𝗯
Das einzige akkreditierte Schweizer Labor für PV-Modultests nach nationalen und internationalen Standards – mit Fokus auf Charakterisierung, Zuverlässigkeit und Langzeitverhalten von PV-Systemen.
Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI) | SUPSI Istituto sostenibilità applicata all'ambiente costruito (ISAAC) – Mauro Caccivio
🔷 𝗣𝗿ü𝗳𝗹𝗮𝗯𝗼𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗺𝗼𝗯𝗶𝗹𝗲𝘀 𝗣𝗩-𝗟𝗮𝗯𝗼𝗿
Normgerechte Prüfungen und Testdienstleistungen für Solarthermie-, PV- und PVT-Systeme – von Solar Keymark bis zu mobilen Vor-Ort-Messungen von PV-Modulen.
OST – Ostschweizer Fachhochschule | SPF Institut für Solartechnik – Evelyn Bamberger & Andreas Bohren
🔷 𝗚𝗘𝗘 𝗟𝗶𝘃𝗲 𝗟𝗮𝗯𝗼𝗿
Forschungslabor für Gebäude-Elektro-Engineering mit Wärmepumpe, thermischen und elektrischen Speichern sowie hybriden PV-Modulen im realen Systembetrieb.
HSLU Hochschule Luzern | HSLU – Institut für Gebäudetechnik und Energie IGE – Roger Buser
🔷 𝗣𝗵𝗼𝘁𝗼𝘃𝗼𝗹𝘁𝗮𝗶𝗸 𝗟𝗮𝗯𝗼𝗿
Charakterisierung und Untersuchung der Langzeitstabilität von Photovoltaikmodulen.
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften | Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering (IEFE) – Markus Klenk
𝗪𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗟𝗮𝗯𝗼𝗿𝗲 𝗶𝗺 𝗧𝗵𝗲𝗺𝗲𝗻𝗳𝗲𝗹𝗱:
🔷 𝗣𝗿𝗼𝘀𝘂𝗺𝗲𝗿𝗹𝗮𝗯𝗼𝗿
Forschungslabor für Tests, Entwicklung und Validierung von Smart-Grid-Technologien und Energiesystemen.
🔷 𝗦𝗺𝗮𝗿𝘁𝗚𝗿𝗶𝗱𝗿𝗲𝗮𝗱𝘆 𝗧𝗲𝘀𝘁𝗹𝗮𝗯𝗼𝗿
Testlabor für die Interoperabilität von Produkten und Energiemanagementsystemen (EMS) nach SmartGridready.
Hochschule für Technik und Umwelt FHNW | Institut für Automation – David Zogg | Martin Geidl
Die Teilnahme ist gratis für Studierende und Mitarbeitende der brenet Mitgliedsinstitute. Für Externe entsteht ein Teilnahmebetrag von 30 CHF.
Veranstaltungssprachen: DE, EN, FR, IT.
Mit automatischer Untertitel-Übersetzung in mehreren Sprachen (KI-gestützt).
Ausblick – brenet ForschungsLunch #5 zu Laboren aus dem HLKS-Bereich am 07.09.2026 | #6 am 02.11.2026.

brenet ForschungsLunch #3
Dekarbonisierung mit Speichertechnologien
– was ist umsetzungsreif, wo besteht noch Forschungsbedarf?
Am 30. Oktober 2025 brachte der brenet ForschungsLunch #3 ca. 60 Teilnehmende aus Forschung, Planung, Energieversorgung, Industrie und Verwaltung zusammen. Im Fokus standen aktuelle Projekte zu thermischen, elektrischen und chemischen Speichertechnologien – und die Frage, wie diese Lösungen die Dekarbonisierung in Gebäuden, Quartieren und im Energiesystem voranbringen können.
Nach kurzen Impulsvorträgen aus der angewandten Forschung diskutierten die Teilnehmenden in Breakout-Gruppen über technische, regulatorische und wirtschaftliche Anforderungen für die Umsetzung.
Gesamtfazit: Speichertechnologien sind unverzichtbar für die Dekarbonisierung – ihr Potenzial entfaltet sich jedoch erst durch die Kombination aus technischer Innovation, guter Planung, passenden regulatorischen Rahmenbedingungen und tragfähigen Geschäftsmodellen.
Die Lösungen sind da – jetzt braucht es die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, um sie in Gebäuden, Quartieren und im Schweizer Energiesystem breit wirksam zu machen.
Präsentationen
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Welche thermischen Speicher braucht die Schweiz? Identifikation von Speicherpotentialen in Gemeinden und Quartieren und Abschätzen der Kosten-/Emissionseinsparpotentiale
HSLU | IME | CC TES – Prof. Dr. Philipp Schütz
Download | Fachpublikation BFE
brenet Zusammenfassung: Neue Modellierungen zeigen, dass thermische Speicher in der Schweiz eine zentrale Rolle spielen – sowohl zur Integration erneuerbarer Wärme als auch zur Entlastung der Netze. Ihr Potenzial hängt stark vom Standort, den verfügbaren Platzverhältnissen und den lokalen Zielen (Kosten, CO₂, Flexibilität) ab.
Nächster Schritt: Gesucht sind Gemeinden, Planungsbüros und Projektteams, die thermische Energiespeicher prüfen, planen oder optimieren möchten, um sie als unabhängige, nicht-kommerzielle Partnerin bei Analysen, Variantenstudien und Energieplanungsprozessen zu unterstützen.
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Schnelle Dimensionierungsmethoden mit realistischen Leistungsannahmen für die Elektrifizierung von Wohngebäuden
SUPSI | ISAAC – Lorenzo Nespoli
Download
brenet Zusammenfassung: Einfach regelbasierte, robust optimierbare Methoden ermöglichen eine schnelle und realistische Dimensionierung von PV-Batteriesystemen für Gebäude und Quartiere. Das reduziert Komplexität und Rechenaufwand und erleichtert die Anwendung in der Planungspraxis.
Nächster Schritt: Gesucht werden Forschende für gemeinsame Calls (HORIZON-CL5-2026-02-D3-19 or upcoming SFOE calls), Industriepartner für Tests und Implementierungen und zum Vergleich mit bestehenden Planungs- und Dimensionierungsmethoden
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Eine praxisorientierte, datengestützte Methode, um Gebäude als virtuelle Batterie für Demand Response zu nutzen
FHNW | INEB – Dr. Manuel Koch und Dr. Parantapa Sawant
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brenet Zusammenfassung: Wärmepumpen können durch intelligente Steuerung einen erheblichen Beitrag zur Netzstabilität leisten. Simulationen zeigen: Gebäudecluster lassen sich als flexible «virtuelle Batterie» nutzen – mit hoher Genauigkeit und attraktiven wirtschaftlichen Perspektiven.
Nächster Schritt: Gesucht sind Praxispartner*innen für Pilotprojekte im Feld, um die vorgestellte Steuerungsarchitektur in realen Gebäuden oder Energiegemeinschaften (LEG / vZEV) zu testen. Besonders gefragt: Liegenschaftsbesitzerinnen, Immobilienportfolios und lokale Netzbetreiber, die praxisnahe Bedingungen, Messdaten und Betriebsumgebungen bereitstellen können.
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Methodik zur Dimensionierung saisonaler Speicherung in Haustechniksystemen
FHNW | INEB – Michael Mollet / Prof. Dr. Natasa Vulic
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brenet Zusammenfassung: Ein neues Optimierungswerkzeug ermöglicht die holistische Planung von Arealen und Energiesystemen mit Wasserstoff-Saisonspeichern. Stündliche Simulationen unterstützen Entscheide zu Kosten, Autarkie und Emissionen – eine wichtige Grundlage für kommunale Energiekonzepte.
Nächster Schritt: Gesucht sind Partner*innen für Anwendung des Tools in realen Projekten gesucht. Einsatzfelder: Arealentwicklung, lokale Energiegemeinschaften, Quartier-Dekarbonisierung. Ziel: Methodik mit realen Gebäudedaten validieren und praktische Entscheidungsgrundlagen für saisonale Speicher erweitern.
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CircuBAT – Batteriespeicher mit 2nd-Life-Batterien
OST | IES – Simon Nigsch
Download
Zusätzlich: Factsheets zu grossen Speichern in Wärmenetzen, z.B. Projekt BigStoreDH (www.spf.ch/bigstoredh), u.a. Faktenblatt zu Kosten und Wirtschaftlichkeit. Dezentrale Speicher für das Energiemanagement in thermischen Netzen: Projekt DecenTGrids (www.ost.ch/spf/decentgrids) (Veröffentlichung Schlussbericht ca. Feb. 2026)
brenet Zusammenfassung: Gebrauchte Fahrzeugbatterien lassen sich technisch zuverlässig in modularen stationären Speichern einsetzen. Zu klären sind vor allem standardisierte Diagnoseverfahren, wirtschaftliche Modelle und regulatorische Rahmenbedingungen – zentrale Hebel für die Skalierung dieser kreislauforientierten Technologie.
Nächster Schritt: Gesucht sind Partner*innen aus Forschung und Industrie, die sich in Pilotprojekte einbringen, ihr Fachwissen teilen und gemeinsame Lösungen für den effizienten Einsatz von Second-Life-Batterien weiterentwickeln möchten.
Praxis-Check und Diskussion Herausforderungen aus Sicht der Praxis
In drei moderierten Gruppen wurden zentrale Fragen zur Umsetzung diskutiert:
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Thermische Speicher: Raumplanung, rechtliche Rahmenbedingungen und Geschäftsmodelle beeinflussen die Realisierung grossvolumiger Speicher entscheidend.
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Energiemanagement & Sektorkopplung: Standardisierte Schnittstellen und interoperable Systeme sind nötig, um Gebäude und Netze reibungslos zu verbinden.
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Second-Life-Batterien: Der Markt steht noch am Anfang; Transparenz über den Batteriezustand, Normen und Kostensenkungen gelten als Schlüssel für den Durchbruch.

brenet ForschungsLunch #2
Impulse für den PV-Roll-Out –
Wie F&E den Photovoltaik-Ausbau voranbringen kann
Beim brenet ForschungsLunch #2 präsentierten Expert:innen aus sechs brenet Mitgliedsinstituten einem Kreis von mehr als 30 angemeldeten Teilnehmenden, wie sie mit angewandter Forschung den PV-Roll-out unterstützen. Vielen Dank an Francesco Frontini für die Moderation der Wissenschaftsthemen und an alle Teilnehmenden für den engagierten Austausch!
PV deckt derzeit rund 10 % des Schweizer Strombedarfs. Mit dem technischen Fortschritt ist die Branche von sinkenden Preisen, steigender Effizienz und längerer Lebensdauer geprägt. Doch die günstigste Lösung ist nicht automatisch die emissionsärmste – Kosten- und Klimapfade müssen zusammengedacht werden.
Folgende Projekte wurden vorgestellt, die die konkrete Umsetzung von PV in der Schweiz beleuchten:
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Emissionsbewertung im Verhältnis zur Lebensdauer.
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State-of-the-Art Testlabore zur Anpassung von PV-Massenmodulen und von Modulen in Kombination mit Montagesystemen an Schweizer Ansprüche (Klima, Baukultur, Ästhetik, Qualität).
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Ein Test Labor zur Integration von PV in Energiemanagementsysteme (Smart Grids).
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Fassadentauglichkeit und urbane Anwendungen.
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Technische Herausforderungen wie Blendung bei Zäunen und alpinen Anlagen.
Ausblick: Weitere notwendige Forschungsansätze betreffen den gesamten Lebenszyklus – von der Integration ins Schweizer Energiesystem über Kriterien für den Masseneinsatz bis hin zu Lebensdauerbewertungen und Recycling.

brenet ForschungsLunch #1
Beim ersten brenet ForschungsLunch gaben rund 20 Forschende der Mitgliedsinstitute erste Einblicke in ihre Schwerpunkte und Labore – rund um die Kernthemen von brenet: nachhaltiges Bauen, Gebäudetechnik und erneuerbare Energien.
Deutlich wurde auch: Die Transformation hin zu Netto-Null im Bauwesen ist komplex und verlangt sektorübergreifende Zusammenarbeit. Gesucht sind Lösungen, die wissenschaftlich fundiert, wirtschaftlich anschlussfähig und gesellschaftlich wirksam sind. brenet lädt als lebendiges Netzwerk dazu ein, sich aktiv zu vernetzen und gemeinsam an tragfähigen Lösungen für die Transformation im Gebäudesektor zu arbeiten. Vielen Dank an alle Präsentierenden und Teilnehmenden für diesen gelungenen Auftakt!

